Heft 03 2009
Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms
Neue Perspektiven für die Therapie des Ovarialkarzinoms
PARP-Inhibitoren beim Mammakarzinom – viel versprechende Daten
Das Stammzellkonzept bei der Endometriose
Übersicht
Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms
Das Endometriumkarzinom ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau und steht an neunter Stelle der durch Krebs verursachten Todesfälle bei Frauen. Die meisten Patientinnen mit Endometriumkarzinom können durch eine Hysterektomie mit beidseitiger Adnexektomie geheilt werden. Bei High-risk-Karzinomen ist eine Lymphonodektomie zur Festlegung einer eventuell erforderlichen adjuvanten Therapie essenziell.
Professor Dr. med. Günter Köhler, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Greifswald
Übersicht
Neue Perspektiven für die Therapie des Ovarialkarzinoms
Auf der diesjährigen Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden neue Studienergebnisse sowohl zur Primär-, als auch zur Rezidivtherapie des Ovarialkarzinoms präsentiert. Dies schließt sowohl die Evaluation etablierter Therapiestrategien als auch viel versprechende Daten zu neuen Substanzen in der Therapie des Ovarialkarzinoms ein.
Dr. med. Philipp Harter, Dr. med. Felix Hilpert, Dr. med. Sven Mahner, Professor Dr. med. Jacobus Pfisterer, Professor Dr. med. Andreas du Bois
Kongress
PARP-Inhibitoren beim Mammakarzinom – viel versprechende Daten
Auf der diesjährigen ASCO-Tagung waren die Präsentationen zum Thema Mammakarzinom breit gefächert. Diskutiert wurde u.a. über die Bedeutung von Prognosemarkern, die operative Therapie sowie über das Vorgehen beim metastasierten Mammakarzinom. Viel versprechend waren die präsentierten Daten zu PARP-Inhibitoren, mit denen gute Ergebnisse bei therapeutisch problematischen Mammakarzinomen erreicht wurden.
45th Annual Meeting of the American Society of Clinical Oncology (ASCO), Orlando/USA, 29. Mai – 2. Juni 2009. Bericht: Dr. Katharina Arnheim, Freiburg
im Blickpunkt
Endokrine Therapie mit Tamoxifen – Bedeutung von CYP2D6
Der selektive Östrogenrezeptormodulator Tamoxifen wird durch Enzyme des Cytochrom-P450-Systems in den aktiven Metaboliten Endoxifen umgewandelt, der an den Östrogenrezeptor bindet und das Wachstum der Tumorzellen hemmt. Die Wirksamkeit von Tamoxifen kann jedoch durch das Vorliegen bestimmter Genvarianten sowie die gleichzeitige Anwendung verschiedener Medikamente reduziert werden.
V. Craig Jordan, PhD. DSc., Fox Chase Cancer Center, Philadelphia/USA
im Blickpunkt
Adjuvante Chemotherapie des Mammakarzinoms – EC-Doc-Studie
Die EC-Doc-Studie ist die erste Intergroup-Studie der Westdeutschen Studiengruppe und der Studiengruppe Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO). Untersucht wird der Stellenwert einer sequenziellen Taxan-haltigen Chemotherapie gegenüber dem Anthrazyklin-basierten Standard bei nodalpositiven Mammakarzinom-Patientinnen mit mittlerem Rezidivrisiko.
Professor Dr. med. Ulrike Nitz, Professor Dr. med. Walther Kuhn, Dr. med. Oleg Gluz
im Blickpunkt
Das Stammzellkonzept bei der Endometriose
Ätiologie und Pathogenese der Endometriose sind bis heute nicht vollständig geklärt. Neue Daten deuten auf eine fehlgeleitete Funktion endometrialer Stammzellen als einen Pathogenesemechanismus hin.
Dr. rer. nat. Martin Götte, Professor Dr. med. Ludwig Kiesel