Heft 01 2005


Einfluss von Östrogen auf das Herz-Kreislauf-Risiko: Implikationen für die Behandlung mit Agonisten und Antagonisten

Therapiemanagement von älteren Patientinnen mit Brustkrebs

Hormontherapie und Resistenzentwicklung

Endokrine...

Editorial

Die ältere Patientin mit Mammakarzinom

Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hellriegel, Berlin

Übersicht

Einfluss von Östrogen auf das Herz-Kreislauf-Risiko: Implikationen für die Behandlung mit Agonisten und Antagonisten

Die pharmakologische Modulation des Östrogenstatus der Frau ist zu einem bedeutenden therapeutischen Instrument avanciert – in der Postmenopause als Hormonersatztherapie und,mit anderem Vorzeichen, nämlich der Östrogenhemmung, in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms. Bei der Frau im fortgeschrittenen Alter muss allerdings in beiden Fällen der begleitende therapiebedingte Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko bedacht werden, um den Nutzen nicht zu kompromittieren.

Professor Dr.med. Eberhard Windler, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Interview

Therapiemanagement von älteren Patientinnen mit Brustkrebs

Dr.Matti S. Aapro leitet die Onkologische Abteilung der multidisziplinären Clinique de Genolier, Schweiz, und ist u.a. Vorsitzender der EORTC-Arbeitsgruppe „Cancer in the Elderly”, geschäftsführender Direktor der International Society for Geriatric Oncology (SIOG) und Präsident der „Multinational Association for Supportive Care in Cancer” (MASCC). Darüber hinaus fungiert Dr. Aapro als Herausgeber der Critical Reviews in Oncology Hematology und von www.cancerworld.org – der Internetseite – sowie als Rubrikherausgeber der Annals of Oncology.

Interview mit Dr.med.Matti S. Aapro, Genolier / Schweiz

Im Blickpunkt

Hormontherapie und Resistenzentwicklung

Ein Teil der Mammakarzinome ist in ihrem Wachstum östrogenabhängig. Sie können durch Senkung der Östrogenspiegel, durch Hemmung der Östrogenwirkung am Östrogenrezeptor (ER) oder über eine Verringerung der Zahl der ER therapeutisch beeinflusst werden. Trotz der Expression von ER und/oder Progesteronrezeptoren (PR) sind hormonelle Therapien bei etwa 50% der Patientinnen primär ineffektiv. Zudem bildet sich bei fast allen hormonempfindlichen Tumoren im Therapieverlauf eine Resistenz aus. Die Mechanismen der antihormonellen Resistenz sind bisher nur unvollständig verstanden.
In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass Modifikationen des Rezeptors und ko-regulierender Proteine, sowie Interaktionen mit anderen Wachstumsfaktoren eine wesentliche Rolle bei der Hormonresistenz zu spielen scheinen.

Dr.med. Peter Schmid, Professor Dr.med. Kurt Possinger,Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie, Charité Campus Mitte,Humboldt Universität Berlin

Im Blickpunkt

Endokrine Aspekte des urogenitalen Alterns

In den nächsten 20 Jahren wird die Gruppe der Frauen über 75 Jahre um 18%, jene über 80 Jahre um 38% zunehmen. Durchschnittlich 25 bis 30 Jahre ihres Lebens verbringen Frauen in Europa in der Postmenopause, d.h. in einem Zustand des Hormonmangels. „Women’s Health Initiative“, „One Million Women Study“ und mehr ideologisch denn wissenschaftlich geprägter Aktionismus des BfArM (www.bfarm.de/de/Presse/mitteil_2004) haben – was die Therapie urogenitaler Erkrankungen dieser Frauen betrifft –zu extremer Vorsicht unter den Kollegen geführt. Einer differenzierten Betrachtung der verschiedenen Teilaspekte ist dies eher hinderlich.

Professor Dr.med. Eckhard Petri, Frauenklinik und Beckenbodenzentrum, Helios-Kliniken Schwerin

Statement

Brustzentren in Deutschland - Eine kritische Stellungnahme zum Soll-Zustand

Das Verständnis um Diagnose und Therapie der Brustkrebserkrankung wird zunehmend komplexer und sollte daher Ärzten vorbehalten sein, die durch täglichen Umgang mit dieser Erkrankung und entsprechende Weiterbildung auf diesem Gebiet eine Expertise vorweisen können. Die Bündelung fachlicher Kompetenzen im Rahmen sogenannter Brustzentren ist allerdings nicht nur medizinisch, sondern auch ökonomisch begründbar.

Professor Dr.med. Manfred Kaufmann, Klinik und Poliklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, J.W. Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Kongress

5-Jahres-Daten von ATAC

Bericht vom 27th Annual San Antonio Breast Cancer Symposium, 7. – 12. Dezember 2004

Mit der 5-Jahres-Analyse von ATAC und der gemeinsamen Auswertung der Studien ABCSG 8 und ARNO wurden in San Antonio gleich mehrere große Untersuchungen zu Anastrozol vorgestellt. Beide Analysen bestätigen die im Vergleich zu Tamoxifen überlegene Wirksamkeit und Verträglichkeit des Aromatasehemmers in der adjuvanten Therapie postmenopausaler Frauen.

Dr. Katharina Arnheim, Berlin

Kongress

St. Gallen 2005: Aromatasehemmer Standard in der adjuvanten Therapie

Bericht von der 9th International Conference „Primary Therapy of Early Breast Cancer“, St. Gallen, 26. – 29. Januar 2005

Höhepunkt der Internationalen Brustkrebs-Konferenz in St. Gallen/Schweiz ist traditionell die Erarbeitung des neuen Konsensus zur Primärtherapie des frühen Mammakarzinoms. Das auf 30 Experten vergrößerte Konsensus-Komitee brachte mehrere Änderungen in die Empfehlungen ein, so z.B. eine erweiterte Risikoklassifikation und die Berücksichtigung neuer Prognosemarker. Auch in der Behandlung gibt es Fortschritte: Aromatasehemmer gelten von nun an neben Tamoxifen als neuer endokriner Standard.

Dr. Katharina Arnheim

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16.03.2011 - 19.03.2011
St. Gallen - 12th International Conference Primary Therapy of Early Breast Cancer
St. Gallen, Schweiz
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