Heft 04 2005
Präkanzerosen der Mamma: Neues zur Therapie
Fulvestrant in der Praxis
Neues aus San Antonio 2005
Mammakarzinom und Schwangerschaft
Übersicht
Präkanzerosen der Mamma: Neues zur Therapie
Aufgrund des verstärkten Einsatzes der Mammographie werden mittlerweile mehr DCIS-Fälle detektiert. Die neue WHO-Klassifikation ersetzt ALH/LCIS – die sich bisher nur quantitativ, aber nicht zytologisch unterschieden - durch den Begriff der „Lobulären Intraepithelialen Neoplasie“ (LIN) mit drei Schweregraden (LIN1-3). Damit ist auch eine Änderung der Therapieempfehlungen verbunden. Bei den intraduktalen Läsionen (UDH,ADH,DCIS) wird die Unterteilung in verschiedene Stufen der „Duktalen Intraepithelialen Neoplasie“ (DIN 1-3) vorgeschlagen. Diese differenzierteren Schweregrade der Neoplasien haben Einfluss auf Prognose, operative Therapie, Radiatio und Systemtherapie des DCIS bzw. der ADH.
Professor Dr. med. Bernd Gerber, Universitäts-Frauenklinik Rostock
Kongress
Was ist neu in der endokrinen Brustkrebstherapie?
Bericht von der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Stuttgart, 8. 10. September 2005
Neue antihormonelle Substanzen haben Bewegung in die Behandlung des
Mammakarzinoms gebracht. So sind die Aromatasehemmer zum neuen Standard
in der adjuvanten Therapie avanciert. Die palliative Behandlung wird durch das
reine Antiöstrogen Fulvestrant bereichert.
Dr. Katharina Arnheim, Berlin
Interview
Fulvestrant in der Praxis
Interview mit Professor Dr. med. Fritz Jänicke Direktor der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie, Universitäts Frauenklinik Hamburg Eppendorf
Kongress
Neues aus San Antonio 2005
Bericht vom 28. Annual San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS), San Antonio, Texas/USA, 8. 11. Dezember 2005
Der Trend der letzten Jahre – weg von der
Einheitstherapie für alle, hin zu einer
maßgeschneiderten („taylored“) Therapie
für jede Patientin – setzte sich dieses Jahr
in den wissenschaftlichen Präsentationen
auf dem Brustkrebskongress in San Antonio,
Texas/USA weiter fort. Grundlage
dafür ist die zunehmende Evidenz, dass
Mammakarzinome biologisch sehr heterogen
sind und sich dies in einem unterschiedlichen
Ansprechen auf verschiedene
Therapien äußert. Die Identifizierung von
biologischen und molekularen Markern,
die das Ansprechen eines Tumors auf eine
bestimmte Therapie vorhersagen, und die
Entwicklung von neuen spezifischen („targeted“)
Therapien ist daher in vollem
Gange. Dieser Ansatz ermöglicht den effektiveren
Einsatz einer spezifischen Therapie
in den Patientengruppen mit dem
größten zu erwartenden Nutzen bei möglichst
geringen Nebenwirkungen.
Dr. med. Michaela Kandel, Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie
Im Blickpunkt
Mammakarzinom und Schwangerschaft
Der Trend der letzten Jahre – weg von der Einheitstherapie für alle, hin zu einer maßgeschneiderten („taylored“) Therapie für jede Patientin – setzte sich dieses Jahr in den wissenschaftlichen Präsentationen auf dem Brustkrebskongress in San Antonio, Texas/USA weiter fort. Grundlage dafür ist die zunehmende Evidenz, dass Mammakarzinome biologisch sehr heterogen sind und sich dies in einem unterschiedlichen Ansprechen auf verschiedene Therapien äußert. Die Identifizierung von biologischen und molekularen Markern, die das Ansprechen eines Tumors auf eine bestimmte Therapie vorhersagen, und die Entwicklung von neuen spezifischen („targeted“) Therapien ist daher in vollem Gange. Dieser Ansatz ermöglicht den effektiveren Einsatz einer spezifischen Therapie in den Patientengruppen mit dem größten zu erwartenden Nutzen bei möglichst geringen Nebenwirkungen.
Dr. med. Sibylle Loibl