Heft 04 2003


Geriatrische Onkologie aus gynäkologischer Sicht

Mammakarzinom in der Postmenopause: Überlegungen zur adjuvanten endokrinen Sequenztherapie

Viel versprechende Therapieoption bei fortgeschrittenem Mammakarzinom

Malignes...

Editorial

Therapieoptimierung bei älteren Patientinnen notwendig

Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Ulm

Übersicht

Geriatrische Onkologie aus gynäkologischer Sicht

Obwohl zirka 60% der Krebserkrankungen bei über 65-Jährigen auftreten, ist diese Altersgruppe in klinischen Studien unzureichend repräsentiert. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen in der Bevölkerung sollte der geriatrischen Onkologie in Klinik und Forschung ein höherer Stellenwert zukommen.

Dr. Dr.Maren Krohn und Dr. Kristina Lübbe, Frauenklinik der Henriettenstiftung,Hannover

Im Blickpunkt

Mammakarzinom in der Postmenopause - Überlegungen zur adjuvanten endokrinen Sequenztherapie

Sehr lange Zeit war das Antiöstrogen Tamoxifen unangefochten der Goldstandard in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms. Den Ergebnissen der Metaanalyse der EBCTCG(Early Breast Cancer Trialists Collaborative Group) zufolge ist auch noch 10 Jahre nach Behandlungsende ein Folgenutzen sowohl im Auftreten von Rezidiven und Metastasen als auch im Überleben belegbar. Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen jedoch, dass der Aromatasehemmer Anastrozol für die endokrine Therapie des Mammakarzinoms aufgrund des besseren Nutzen- Risiko-Profils eine Alternative zu Tamoxifen darstellt.

Prof. Dr.Wolfgang Eiermann, Frauenklinik vom Roten Kreuz, München

Kongressbericht

Mammakarzinom vor der Menopause – adjuvante Hormontherapie

Reversible Ovarsuppression durch Goserelin, Bericht von der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie vom 4.–8. Oktober 2003 in Basel/Schweiz

In der adjuvanten Therapie prämenopausaler Patientinnen mit frühem Mammakarzinom galt das CMF (Cyclophosphamid, Methotrexat, 5-Fluorouracil)-Regime lange als Standard.Das hat sich geändert: Basierend auf den Ergebnissen großer internationaler Studien wird heute die endokrine Therapie mit dem LHRH-Agonisten Goserelin allein oder in Kombination mit Tamoxifen bei hormonsensitiven Tumoren als Mittel der Wahl betrachtet. Gesamt und progressionsfreie Überlebenszeiten entsprechen mindestens denen der Chemotherapie, übertreffen sie teilweise sogar, und das bei besserer Verträglichkeit und Erhalt der Lebensqualität.

Dr. Katharina Arnheim, Berlin

Im Blickpunkt

Kooperation von Arbeitsgemeinschaften in der Gynäkologie

1. Symposium des „Forum Operative Gynäkologie“ in Tübingen

Das Forum Operative Gynäkologie ist eine Kooperation der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Endoskopie (AGE), der Arbeitsgemeinschaft für wiederherstellende Chirurgie (AWO-GYN) und der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie (AGUB).
Vom 20. bis 21. November 2003 fand in Tübingen erstmals ein gemeinsames Symposium statt.

Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Frauenklinik Universitätsklinikum Tübingen

Neue Therapiekonzepte

Viel versprechende Therapieoption bei fortgeschrittenem Mammakarzinom

Der reine Östrogenrezeptorantagonist Fulvestrant bewirkt in Tumorzellen eine vollständige Hemmung der östrogeninduzierten Genaktivierung. In der palliativen Therapie des hormonabhängigen Mammakarzinoms stellt Fulvestrant eine hochwirksame, nebenwirkungsarme neue Therapieoption dar. Die Substanz wurde in den USA im Mai 2002 zugelassen und wird in Deutschland Mitte 2004 zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Günter Emons, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Georg-August-Universität Göttingen

Kasuistik

Malignes peritoneales Mesotheliom- Eine seltene Differenzialdiagnose zum Ovarialkarzinom

Das maligne peritoneale Mesotheliom tritt bei Frauen selten auf und wird häufig nicht erkannt. Ein Bauchtumor in Kombination mit erhöhten Thrombozyten-, Fibrinogen- und CRP-Werten weist auf ein malignes peritoneales Mesotheliom hin.Wegweisend für die histologische Diagnose ist die Dekoration mit den Markern Calretinin und Vimentin.

Dr. Antje Belau, Dr. Günther Schwesinger, Prof. Dr. Günter Köhler, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Institut für Pathologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Netzzeit

Leitlinien zur Behandlung des Mammakarzinoms

Therapiericht- und -leitlinien werden bei den derzeitigen gesundheitspolitischen Entwicklungen eine immer wichtigere Rolle spielen. Im Internet sind aktuelle Empfehlungen verschiedener Gesellschaften für die Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom zu finden.

Martin Ehmer,Wedel

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